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UVP-pflichtige Vorhaben werden im Hinblick auf die Umweltauswirkungen des geplanten Standortes bzw. möglicher Varianten in einer Umweltverträglichkeitsstudie UVS (§ 48 HOAI) überprüft. Auf dieser Basis kann über die Zulässigkeit des Vorhabens entschieden werden.

1. Beispielprojekt

Umweltverträglichkeitsstudie L 361 n
Ortsumgehung Grevenbroich-Kapellen*

Die Umweltverträglichkeitsstudie zu diesem Straßenvorhaben diente als Grundlage für die Darstellung der Trasse im Flächennutzungsplan.

Planungsablauf:
In einer Zustandsanalyse wurden großräumig die natürlichen Grundlagen, Biotopqualitäten und vorhandenen Beeinträchtigungen dargestellt und bewertet.
Auf dieser Basis wurden Varianten aufgestellt, die in der Konfliktanalyse zu prüfen waren. Konfliktschwerpunkte ergaben sich in der Querung der schützenswerten Erftaue. Demzufolge wurden verschiedene Varianten aufgestellt, die die Aue in unterschiedlichem Maße tangierten. Die durch die jeweiligen Varianten zu erwartenden bau-, anlage- und betriebsbedingten Auswirkungen auf den Naturhaushalt und das Landschaftsbild wurden ermittelt und bewertet und überschlägig die notwendigen Kompensationsmaßnahmen bilanziert, um letztlich die umweltverträglichste Variante herauszustellen.

Damit war eine entscheidende Grundlage für die nachfolgende Verfahrensebene geschaffen, um in einem Landschaftspflegerischen Begleitplan die Kompensations-möglichkeiten zu diesem Vorhaben weiterzuentwickeln.


Variantendiskussion von 5 Trassen im Umfeld der Erftaue


Ausschnitt aus einer der 8 Themenkarten:
Potentialbewertung Flora / Fauna

* Projektleitung und Bearbeitung im Büro Gruppe Ökologie und Planung, Essen
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